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Wie eine Website entsteht. Ablauf und Phasen im Überblick.

Von der ersten Anforderung bis zur Live-Schaltung durchläuft ein Webprojekt in der Praxis mehrere klar abgrenzbare Phasen. Dieser Artikel erklärt, was in welcher Phase passiert, wie lange die einzelnen Schritte realistischerweise dauern und wodurch sich Projekte häufig verzögern.

Von der Anforderung bis zur Live-Schaltung. Sechs Phasen im Detail.

Unabhängig vom Umfang lässt sich ein Webprojekt in sechs wiederkehrende Phasen unterteilen. Jede Phase baut auf der vorherigen auf und hat einen eigenen, klar abgrenzbaren Zweck.

Die genannten Zeiträume sind Richtwerte für ein Projekt mittlerer Komplexität. Bei einer einfachen Website mit wenigen Unterseiten geht es schneller, bei umfangreichen Portalen oder Shop-Systemen dauert es entsprechend länger.

Anforderungsanalyse

Am Anfang steht die Bestandsaufnahme. In einem Gespräch werden Ziele, Zielgruppe und vorhandene Materialien geklärt.

  • Ziele: Was soll die Website erreichen – Information, Leads, Verkauf?
  • Zielgruppe: Wer soll angesprochen werden, und worauf legt diese Gruppe Wert?
  • Bestehende Materialien: Texte, Bilder, Logo, Corporate Design.
  • Funktionsumfang: Kontaktformular, Blog, Shop, Mitgliederbereich?

Dauer: ca. 30–60 Minuten.

Konzept und Struktur

Bevor gestaltet wird, steht die Architektur fest. Sitemap und Wireframe legen fest, wie die Website aufgebaut ist.

  • Sitemap: Welche Seiten gibt es, wie hängen sie zusammen?
  • Wireframe: grobe Skizze, wo Texte, Bilder und Bedienelemente je Seite platziert werden.
  • Noch kein Design – nur die Struktur, die später alles trägt.

Dauer: 1–3 Tage, abhängig von der Komplexität.

Design und Texte

Design und Inhalt entstehen meist parallel, da beides aufeinander abgestimmt sein muss.

  • Design: Aus Wireframe und vorhandenem Branding entsteht ein visuelles Konzept.
  • Texte: Inhalte werden erarbeitet oder redigiert, damit sie zur Struktur passen.
  • Abstimmungsschleifen sind an dieser Stelle normal und sinnvoll.

Dauer: 1–2 Wochen.

Technische Umsetzung

Aus Konzept und Design wird eine funktionierende Website. Dabei gibt es grundsätzlich zwei technische Wege.

  • Handcoding: Die Website wird direkt in HTML, CSS und JavaScript umgesetzt – ohne Baukasten-Overhead, dadurch in der Regel schlanker und schneller.
  • CMS-Lösung: Für Websites, die künftig selbst gepflegt werden sollen, wird häufig ein System wie WordPress eingerichtet.
  • Die Wahl hängt vor allem davon ab, wie oft und von wem Inhalte später aktualisiert werden.

Dauer: 1–4 Wochen, abhängig vom Umfang.

Intensive Tests

Vor der Veröffentlichung wird die Website systematisch geprüft.

  • Browser-Kompatibilität: Darstellung in Chrome, Firefox, Safari und weiteren Browsern.
  • Endgeräte: Darstellung auf Desktop, Tablet und Smartphone.
  • Funktionen: Formulare, Links und interaktive Elemente.
  • Ladezeit: Optimierung, da sie sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen-Rankings beeinflusst.

Dauer: 2–3 Tage.

Übergabe und Support

Mit der Live-Schaltung endet ein Projekt nicht zwangsläufig – meist folgt eine Phase der Übergabe.

  • Live-Schaltung: Hosting, Domain und die finale Veröffentlichung.
  • Schulung: Einweisung, falls Inhalte künftig selbst gepflegt werden sollen.
  • Support: Sicherheitsupdates, kleinere Anpassungen und ein Ansprechpartner bei technischen Fragen bleiben danach häufig relevant.

Dauer: 1 Tag, plus fortlaufender Support nach Bedarf.

Handcode, Baukasten oder CMS. Was der Unterschied in der Praxis bedeutet.

In Phase vier fällt eine Entscheidung, die sich auf Ladezeit, Pflegeaufwand und Gestaltungsfreiheit einer Website auswirkt: Wird sie handcodiert, mit einem CMS oder über einen Homepage-Baukasten umgesetzt? Alle drei Wege haben unterschiedliche Stärken.

  • Homepage-Baukästen (z. B. Wix, Jimdo): schneller Einstieg ohne Vorkenntnisse, aber eingeschränkte Gestaltungsfreiheit und häufig langsamere Ladezeiten durch generischen Unterbau.
  • CMS wie WordPress: gute Balance zwischen Individualität und eigenständiger Pflege, benötigt dafür regelmäßige Updates und ein gewisses Wartungsbewusstsein.
  • Handcodierte Websites: maximale Kontrolle über Struktur und Performance, da nur der tatsächlich benötigte Code ausgeliefert wird – Änderungen ohne Programmierkenntnisse sind dafür schwieriger.
  • Ladezeit als Rankingfaktor: Suchmaschinen wie Google bewerten Core Web Vitals – etwa Ladezeit und Interaktivität – bei der Platzierung in den Suchergebnissen.
  • Sauberes HTML und Barrierefreiheit wirken sich zusätzlich auf Sichtbarkeit und Nutzbarkeit einer Website aus.

Welcher Weg sinnvoll ist, hängt vor allem davon ab, wie oft sich Inhalte ändern, wer sie pflegt und wie wichtig Ladezeit und individuelle Gestaltung für das jeweilige Projekt sind.

Warum ein Projekt manchmal länger dauert. Die häufigsten Gründe.

Die oben genannten Zeiträume sind realistische Schätzungen für einen reibungslosen Ablauf. In der Praxis verzögern sich Projekte trotzdem gelegentlich – meist liegt das nicht am Prozess selbst, sondern an denselben, wiederkehrenden externen Faktoren.

Fehlende Texte oder Bilder

Wenn notwendige Inhalte nicht rechtzeitig vorliegen, kann mit der Umsetzung nicht fortgefahren werden. Eine frühe Bereitstellung ist entscheidend.

Späte Änderungswünsche

Größere Änderungen in fortgeschrittenen Projektphasen – etwa am Design oder an der Struktur, nachdem diese bereits freigegeben wurden – benötigen zusätzliche Zeit und verschieben den Zeitplan.

Komplexe Funktionen

Spezialwünsche, die über den ursprünglichen Umfang hinausgehen, erfordern individuelle Entwicklung und zusätzliche Tests. Das lässt sich vorab kalkulieren, wenn es frühzeitig bekannt ist.

Verfügbarkeit für Feedback

Zeitnahe Rückmeldungen sind für den Zeitplan entscheidend. Warten Entscheidungen auf sich, wirkt sich das direkt auf die Projektlaufzeit aus.

Klare Kommunikation und frühzeitig bereitgestellte Inhalte sind die wirksamsten Hebel, um ein Projekt im geplanten Zeitrahmen abzuschließen.

Sie überlegen, eine Website erstellen zu lassen? Unterstützung ist möglich.

Wer diesen Ablauf gerade für ein eigenes Projekt durchdenkt, muss das nicht allein tun. Bei Interesse steht die Möglichkeit offen, sich unverbindlich auszutauschen – inklusive der Option, vorab einen fertigen, funktionierenden Entwurf zu sehen und zu testen, auf mein Risiko. Erst wenn er überzeugt, wird daraus ein bezahltes Projekt; gefällt er nicht, entstehen keine Kosten.

Unverbindlich austauschen

Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Direkt per Mail: torben@koennecke.it